Gegen die konventionelle Datierung von IG 22, 329 in Verbindung mit dem Friedensvertrag zwischen Alexander dem Grossen und den Griechen im Jahre 336 v. Chr. (zuletzt A. J. Heisserer => 51-08595) spricht insbesondere die Nennung Pydnas, dem im korinthischen Bund keine besondere Bedeutung zukam.
Die Inschrift stammt eher aus dem Sommer des Jahres 333, als Alexander in Gordion einen Vertrag mit den Athenern schloss, um sich (eventuell im Austausch gegen die Gefangenen vom Granikos) deren Unterstützung im Konflikt mit den Persern zu versichern ; in einem solchen Kontext ist die Nennung des für die Athener strategisch günstigen Pydna als Entgegenkommen erklärbar.
Einige traditionelle Annahmen über Alexanders erstes Regierungsjahr und seine Beziehungen zu den Festlandgriechen müssen somit revidiert werden.
