Bereits vor dem eigentlichen Ende der antiken Geschichtsschreibung am Anfang des 7. Jh. verändert sich die Gattung in wesentlichen Punkten.
Insbesondere die schweren Naturkatastrophen des 6. Jh. führen dazu, dass auch Autoren wie Prokop und Agathias, die sich in ihren Werken an klassischer Geschichtsschreibung orientieren, die Suche nach rationalen Erklärungen aufgeben, Gott als Ursache nennen und in diesem Zusammenhang theologische Fragen aufwerfen.
In der Folge nähert sich die klassizistische Tradition immer weiter der Kirchengeschichtsschreibung an ; bis hin zu Theophylakt Simokates, bei dem klassizistische Profan- und Kirchengeschichtsschreibung zu einer neuen Form « byzantinischer » Historiographie verschmolzen sind.
